Beeren-Joghurt-Eis selber machen – Einfaches Eis aus Gartenbeeren

Wenn im Sommer Erdbeeren, Himbeeren, Johannisbeeren oder Brombeeren gleichzeitig reif werden, kann die Ernte schnell größer ausfallen als erwartet. Beeren-Joghurt-Eis ist eine einfache Möglichkeit, auch kleinere Mengen direkt aus dem Garten zu verwerten.

Für das Rezept brauchst du weder eine Eismaschine noch besondere Zutaten. Die Beeren werden püriert, mit Joghurt vermischt und anschließend in Eisformen eingefroren. Welche Beerensorten du verwendest, kannst du dabei ganz an deine aktuelle Ernte anpassen.

Beeren-Joghurt-Eis am Stiel aus frischen Gartenbeeren mit dem Selbstversorger-Maskottchen

Beeren aus dem eigenen Garten verwerten

Frisch gepflückte Beeren schmecken zwar direkt vom Strauch besonders gut, lassen sich aber häufig nur kurze Zeit lagern. Vor allem sehr reife und weiche Früchte sollten möglichst schnell verarbeitet werden.

Für selbst gemachtes Beereneis dürfen die Früchte ruhig schon sehr reif sein. Kleine Druckstellen oder eine unregelmäßige Form sind kein Problem. Schimmelige, gärende oder unangenehm riechende Beeren gehören dagegen nicht mehr ins Eis.

Das Rezept eignet sich unter anderem für:

  • Erdbeeren
  • Himbeeren
  • Brombeeren
  • Heidelbeeren
  • rote und schwarze Johannisbeeren
  • Jostabeeren
  • gemischte Gartenbeeren

Besonders praktisch ist eine Mischung aus süßen und leicht säuerlichen Früchten. Erdbeeren oder reife Himbeeren gleichen beispielsweise die kräftige Säure von Johannisbeeren aus.

Welche Beeren eignen sich besonders gut?

Grundsätzlich kannst du fast alle essbaren Gartenbeeren verwenden. Geschmack und Konsistenz des Eises verändern sich allerdings je nach Sorte.

Erdbeeren

Erdbeeren ergeben ein mildes, fruchtiges Eis und benötigen häufig nur wenig zusätzliche Süße. Sie lassen sich sehr gut mit Johannisbeeren oder Himbeeren kombinieren.

Himbeeren und Brombeeren

Beide Beerenarten sorgen für ein kräftiges Aroma und eine intensive Farbe. Da sie viele kleine Kerne enthalten, kannst du das Püree vor der weiteren Verarbeitung durch ein feines Sieb streichen.

Johannisbeeren und Jostabeeren

Johannisbeeren und Jostabeeren bringen eine angenehme Säure ins Eis. Je nach Reifegrad benötigen sie etwas mehr Süße als Erdbeeren oder Heidelbeeren.

Heidelbeeren

Heidelbeeren schmecken mild und ergeben ein besonders dunkel gefärbtes Eis. Ihr Aroma wird kräftiger, wenn du sie mit Himbeeren oder schwarzen Johannisbeeren mischst.

Infografik mit geeigneten Gartenbeeren für Beereneis und dem Selbstversorger-Maskottchen

Beeren-Joghurt-Eis am Stiel

Fruchtiges Beeren-Joghurt-Eis aus frischen Gartenbeeren. Das einfache Sommereis wird ohne Eismaschine zubereitet und lässt sich mit Erdbeeren, Himbeeren, Johannisbeeren, Brombeeren oder einer Beerenmischung herstellen.

Beeren-Joghurt-Eis am Stiel
Portionen
6
Vorbereitung15 Minuten
Gesamtzeit6 Stunden 15 Minuten

Zutaten

Zubereitung

💡 Tipps

Sehr saure Beeren kannst du mit süßen Erdbeeren oder einer reifen Banane kombinieren.

Naturjoghurt mit einem höheren Fettgehalt ergibt ein cremigeres Eis.

Verwende für ein kernfreies Eis ein feines Sieb.

Nimm das Eis einige Minuten vor dem Verzehr aus dem Gefrierfach.

Für eine vegane Variante kannst du pflanzlichen Joghurt und Ahornsirup verwenden.

🏺 Aufbewahrung

Für den besten Geschmack und eine gute Konsistenz solltest du das Beeren-Joghurt-Eis möglichst innerhalb von etwa vier Wochen verbrauchen. Voraussetzung sind eine hygienische Zubereitung, eine luftdichte Verpackung und eine durchgehende Lagerung bei etwa −18 °C.

So gelingt dein selbst gemachtes Beereneis

Für das Beereneis werden die vorbereiteten Früchte zunächst mit Zitronensaft und etwas Süße püriert. Anschließend wird das Fruchtpüree mit Naturjoghurt vermischt und in Eisformen gefüllt.

Möchtest du eine gleichmäßige Farbe, verrührst du Joghurt und Beerenpüree vollständig miteinander. Für eine marmorierte Optik füllst du beide Komponenten abwechselnd in die Formen und vermengst sie nur leicht mit einem Holzstäbchen.

Nach mindestens sechs Stunden im Gefrierfach ist das Eis vollständig gefroren. Am besten lässt du es über Nacht durchfrieren.

So wird das Beereneis cremiger

Selbst gemachtes Eis enthält in der Regel weniger Zucker und Fett als gekauftes Speiseeis. Dadurch kann es im Gefrierfach etwas fester werden.

Für eine cremigere Konsistenz solltest du keinen sehr fettarmen Joghurt verwenden. Naturjoghurt mit etwa 3,5 Prozent Fett oder ein cremiger griechischer Joghurt eignen sich besonders gut.

Auch etwas Honig, Ahornsirup oder Zucker verbessert nicht nur den Geschmack, sondern sorgt dafür, dass das Eis nicht ganz so hart gefriert. Die genaue Menge hängt von der verwendeten Beerensorte und deinem persönlichen Geschmack ab.

Nimm das Eis vor dem Essen einige Minuten aus dem Gefrierfach. Die Form kannst du außerdem kurz von außen unter lauwarmes Wasser halten. So löst sich das Eis leichter heraus.

Beereneis ohne Kerne zubereiten

Die kleinen Kerne von Himbeeren, Brombeeren und Johannisbeeren können im gefrorenen Eis deutlich spürbar sein. Für ein besonders feines Ergebnis streichst du das pürierte Obst deshalb durch ein engmaschiges Sieb.

Bei Erdbeeren oder Heidelbeeren ist dieser Schritt normalerweise nicht notwendig. Ob du die Kerne entfernst, bleibt letztlich Geschmackssache.

Varianten für das Rezept

Das Grundrezept lässt sich leicht anpassen.

Veganes Beereneis

Ersetze den Naturjoghurt durch einen pflanzlichen Joghurt, beispielsweise auf Soja- oder Kokosbasis. Zum Süßen eignen sich Zucker oder Ahornsirup.

Besonders cremiges Eis

Für eine reichhaltigere Variante kannst du einen Teil des Joghurts durch Schlagsahne, griechischen Joghurt oder Mascarpone ersetzen.

Beereneis mit Vanille

Etwas gemahlene Vanille oder Vanilleextrakt ergänzt besonders Erdbeeren, Himbeeren und Heidelbeeren.

Zweifarbiges Eis

Bereite zwei verschiedene Beerenpürees zu und fülle sie nacheinander in die Formen. So entstehen sichtbare Fruchtschichten.

Eis ohne spezielle Formen

Falls du keine Eisformen besitzt, kannst du kleine gefriergeeignete Becher verwenden. Lass die Masse zunächst etwa eine Stunde anfrieren und stecke dann einen Holzstiel hinein.

🌿 Empfehlung (Werbung / Affiliate-Link):
Für selbst gemachtes Beeren-Joghurt-Eis reichen einfache Eisformen am Stiel vollkommen aus. Dieses Set bietet Platz für bis zu zwölf Portionen und eignet sich dadurch auch gut, wenn du mehrere Eis auf einmal vorbereiten möchtest. Die flexiblen Silikonformen sollen das Herauslösen erleichtern, während der gemeinsame Behälter für einen stabilen Stand im Gefrierfach sorgt. Laut Hersteller bestehen die Formen aus BPA-freiem Material.

👉 BPA-freie Eisformen aus Silikon ansehen*

Achte darauf, dass die Form sicher im Gefrierfach steht und sich die einzelnen Eis am Stiel nach dem Durchfrieren gut lösen lassen. Praktisch ist außerdem, dass bei diesem Set bereits Holzstiele und eine kleine Reinigungsbürste enthalten sind.

Wenn du über diesen Link einkaufst, erhalte ich eine kleine Provision – ohne Mehrkosten für dich. Damit unterstützt du meine Arbeit und hilfst, naturverbundenes Gartenwissen weiterzugeben. 🌸

Wie lange ist selbst gemachtes Beereneis haltbar?

Das Eis sollte nach dem vollständigen Durchfrieren möglichst luftdicht verpackt werden. Dadurch nimmt es weniger Gerüche aus dem Gefrierfach an und ist besser vor Gefrierbrand geschützt.

Für den besten Geschmack solltest du das Beeren-Joghurt-Eis innerhalb von etwa vier Wochen verbrauchen. Es kann bei gleichbleibender Gefriertemperatur zwar länger haltbar sein, verliert mit der Zeit jedoch an Aroma und Cremigkeit.

Einmal vollständig aufgetautes Eis solltest du nicht erneut einfrieren.

Fazit

Beeren-Joghurt-Eis ist eine unkomplizierte Möglichkeit, saisonale Früchte aus dem eigenen Garten zu verwerten. Das Grundrezept funktioniert mit vielen unterschiedlichen Beerensorten und lässt sich je nach Ernte, Geschmack und gewünschter Süße anpassen.

Besonders praktisch: Du brauchst keine Eismaschine und kannst auch kleine Mengen oder sehr reife Beeren verwenden. So wird aus der sommerlichen Beerenernte mit wenig Aufwand ein erfrischendes Eis für warme Tage.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Nach oben scrollen